An unserem neuen gebrauchtem;) Alfa 156 stand der Zahnriemenwechsel an. Am 20.12. um 18.00 Uhr sollte es dann so weit sein, Sven und ich starteten in der Cotec mit dem Riemenwechsel. Als erstes die Reaktionsstrebe vom Motor zum Holm ab und dann rechtes Vorderrad und die Kotflügelinnenverkleidung abgebaut, anschließend die Ventil- bzw. Förderpumpen-radabdeckungen ab und dann gab es schon die erste Ernüchterung, denn der Haltebügel des Motors für die Reaktionsstrebe muss raus. Leider braucht man zum Lösen der Schrauben, RI-Bitaufsätze… Ich wusste gar nicht, dass es so was gibt;) Gott sei dank hatte der LS-FTA RI-Bits und es konnte weiter gehen, ansonsten wäre jetzt schon Schluss gewesen. Der Rest ging “straight forward” nach Anleitung, bis auf ein paar Kleinigkeiten:

  1. Drei Schrauben abgebrochen beim Abbauen des Untermotorschutzes, einfach die Köpfe abgerissen. Alfa verwendet wirklich den billigsten Mist an Schrauben, Rostbeständigkeit –> totale Fehlanzeigen. Dann darf man die verdammten abgebrochenen Dinger ausbohren, zumal die Schrauben fast alle in genietete Muttern in die Karosserie geschraubt werden.
  2. Noch besser ist es dann, wenn sich die an die Karosserie genieteten Muttern anfangen sich mitzudrehen, weil auch hier der Rost schon zugeschlagen hat. Dann wird das Rausdrehen der Schrauben unmöglich, weil man an die Muttern natürlich nicht rankommt. Dann bleibt nur noch die Flex als Ausweg…Alles total nervig und das nur weil Alfa an den Schrauben und den genieteten Muttern gespart hat.
  3. Die Sache mit der Schwungradsperre kann man sich getrost sparen, wenn man einen Schlagschrauber hat.
  4. Das Spezialweckzeug zum Festhalten der Kurbelwelle braucht man auch nicht, die Kurbelwelle haben wir markiert und die hat sich auch beim Riemeneinbau und Spannereinbau nicht verdreht.
  5. Ebenso braucht man auch nicht das Spezialweckzeug zum Annehmen des Ventilrades, wenn man die Wasserpumpe ausbaut. Es genügt Etwas zum Verkeilen des Rades, wir haben einen großen Inbus zwischen die Speichen des Rades gesteckt.
  6. Das Aufziehen des Antriebsriemens für die Nebenaggregate ist eine totale Fummelei. Der Riemen geht wirklich gerade so drauf, wenn der Spanner komplett entspannt ist.

Restliche Anmerkungen:

  • Bei ca. 118.000 Km Zahnriemen, Umlenkrolle und Spannrolle sowie Wasserpumpe und Riemen für die Nebenaggregate gewechselt.
  • Dauer: von 18.00 Uhr bis 0:30 Uhr mit Sven ohne Pausen. Es würde wesentlich schneller gehen, wenn man nicht mit den verdammten abgerissen Schrauben zu kämpfen hätte.
  • Verbrauch: vier Bier
  • Den Wechsel der Wasserpumpe hätte ich mir sparen können, das Ding sah aus wie neu. Hab sie trotzdem gewechselt, weil ich ja die neue Wasserpumpe schon gekauft hatte. Zurückgeben ging nicht…
  • Ohne RI-Antrieb Bitaufsätze braucht man gar nicht anzufangen.